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Naturraum Stux



Fliegen (Diptera) sonstige 1



Nähere Angaben, die den Ort der Aufnahme bzw. eventuelle Begleitumstände beschreiben,
entnehmen Sie bitte der Seite "Lebensraum Stux".



Familie Stechmücken (Culicidae)



Culiseta annulata


 

 
Culiseta annulata Ringelmücke
Culiseta annulata Ringelmücke
Culiseta annulata Ringelmücke

04. 01. 15
Culiseta annulata
(det. Paul Beuk,
conf. Tony Irmin)

04. 01. 15
Culiseta annulata
(det. Paul Beuk,
conf. Tony Irmin)

04. 01. 15
Culiseta annulata


 

Culiseta annulata, die Ringelmücke, wird insgesamt (einschl. "Antennen") gut 1 cm lang und ist ganzjährig zu finden, sie überwintert als Imago. Während sich die Männchen von Pflanzensäften ernähren, saugen die Weibchen Blut von Säugetieren, auch vom Menschen. Vögel werden nur selten gestochen. Die Larven leben im Wasser undernähren sich von Schwebstoffen und Mulm. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Insekt dauert - abhängig von der Temperatur - weniger als 20 Tage.
Wegen der weiß geringelten Beine der Mücke wird sie oft mit der eingeschleppten Asiatischen Tigermücke, Aedes albopictus, verwechselt.





Familie Fenstermücken (Anisopodidae)


 





Sylvicola fenestralis


 

 
Sylvicola fenestralis
Sylvicola fenestralis
Sylvicola fenestralis

04. 01. 16
Sylvicola sp.
(det. Libor
auf diptera.info

04. 12. 14
Sylvicola sp.
(det. Libor
auf diptera.info

04. 12. 14
Sylvicola sp.
(det. Libor
auf diptera.info

 
Sylvicola fenestralis
Sylvicola fenestralis
Sylvicola fenestralis

17. 12. 15
Sylvicola sp.
(det. John Carr
auf diptera.info

17. 12. 15
Sylvicola sp.
(det. John Carr
auf diptera.info

17. 12. 15
Sylvicola sp.
(det. John Carr
auf diptera.info


 

Bei dem obigen Tier handelt es sich um eine Sylvicola-Art, entweder fenestralis, cinctus oder zetterstedti; genauer geht es nur mit Genitaluntersuchung. Der deutsche Name "Fenstermücke" kommt von der Angewohnheit der Tiere, in Häuser einzudringen und dann, vom Licht angezogen, am Fenster zu sitzen. Die Tiere sind aber völlig harmlos und stechen nicht. Sie werden max. knapp 1 cm lang und fliegen ganzjährig, die Larven entwickeln sich in faulendem Pflanzenmaterial. Hier ist die Art häufig am Licht zu finden.
Laut Paul Beuk sieht das Exemplar vom 17. 12. 15 verdächtig nach der seltenen zetterstedti aus.





Familie Erdschnacken (Tipulidae)


 






Kammschnake (Ctenophora sp.)


 

 
Kammschnake Ctenophora sp.
Kammschnake Ctenophora sp.
Kammschnake Ctenophora sp.

11. 04. 09
Kammschnake
(Ctenophora sp.)
(det. Frank Marquard)


 

11. 04. 09
Kammschnake
(Ctenophora sp.)
(det. Frank Marquard)


 

21. 05. 10
Kammschnake
(Ctenophora sp.)


 
 
Kammschnake Ctenophora sp.
Kammschnake Ctenophora sp.
Kammschnake Ctenophora sp.

21. 05. 10
Kammschnake
(Ctenophora sp.)


 

25. 05. 11
Kammschnake
(Ctenophora sp.)


 

17. 04. 12
Kammschnake
(Ctenophora sp.)


 


 


Die Kammschnaken der Gattung Ctenophora - es gibt 4 Arten in Deutschland - werden etwa 2 - 3 cm lang und kommen an eher feuchten Orten vor. Sie sind nirgends häufig und fliegen von April - August. Die Larven entwickeln sich in morschem Holz.






Dictenidia bimaculata


 

 
Dictenidia bimaculata Schnake
Dictenidia bimaculata Schnake

13. 05. 11
Dictenidia bimaculata


 

13. 05. 11
Dictenidia bimaculata


 


 

Dictenidia bimaculata wird etwa 2 cm lang. Die Schnake fliegt von Mai - September vorzugsweise in und an Laubwäldern, die Larven leben meist in vermoderndem Holz.


 





Nephrotoma quadrifaria


 

 
Nephrotoma quadrifaria

04. 06. 16
Nephrotoma quadrifaria
(conf. Clovis auf diptera.info)


 

Nephrotoma quadrifaria wird max. 1,5 cm lang. Sie ist in offenem Gelände meist nicht selten; die Larven ernähren sich von Pflanzenteilen.






Holzschnake (Tanyptera atrata)


 

 
Holzschnake Tanyptera atrata


22. 05. 04
Holzschnake
(Tanyptera atrata)


 


27. 04. 09
Holzschnake
(Tanyptera cf. atrata)
(det. Arp)


 


 

Die Holzschnake Tanyptera atrata wird etwa 2 cm lang und ist ein Bewohner feuchterer Wälder. Die Larven leben von verrottendem Holz.


 






Riesenschnake (Tipula maxima)


 

 
Riesenschnake Tipula maxima


01. 08. 08
Riesenschnake
(Tipula maxima)
(conf. Jürgen Peters, Kirsten Eta)


 


 

Mit einer Spannweite von bis zu 7 cm ist die Riesenschnake unsere größte Schnakenart. Sie ist hauptsächlich in feuchteren Biotopen anzutreffen und ernährt sich von Pflanzensäften. Die Larven leben unterirdisch an den Wurzeln von Gräsern und anderen Pflnzen und können bei Massenauftreten schädlich werden.


 





Tipula rufina


 

 
Tipula rufina
Tipula rufina
Tipula rufina

22. 02. 16
Tipula rufina
(det. Roger Thomason)

22. 02. 16
Tipula rufina
(det. Roger Thomason)

22. 02. 16
Tipula rufina
(det. Roger Thomason)


 

Tipula rufina wird etwa 2 cm lang und ist allgemein nicht selten. Der schwarze Sttrich an der Seite des Thorax (von den Augen nach hinten) soll die Art eindeutig von anderen, ansonsten ähnlichen Arten unterscheiden. Die Larve soll an Moosen leben.





Familie Stelzmücken (Pediciidae)


 





 

In Deutschland gibt es knapp 300 Stelzmücken-Arten (weltweit etwa 10.000). Die Tiere fliegen meist im Winterhalbjahr von September bis in den April hinein und sind im Vergleich zu anderen Mücken mit einer Körperlänge von 2 - 3 cm recht groß. Die erwachsenen Tiere leben meist von Pflanzensäften, die Larven machen sehr unterschiedliche Entwicklungen, sowohl im Wasser als auch auf dem Land, durch.


 




Pedicia rivosa


 

 
Stelzmücke Pedicia rivosa
Stelzmücke Pedicia rivosa

29. 09. 09
Pedicia rivosa
(det. Michael Becker)


 

29. 09. 09
Pedicia rivosa
(det. Michael Becker)


 


 

Pedicia rivosa ist eine attraktiv gezeichnete Art (ja, attraktive Mücke - auch so was gibts!) von etwa 2,5 - 3 cm Körperlänge, die in erster Linie in feuchteren Biotopen zuhause ist; der Hauptverbreitungsort hier dürfte das Hähnerbachtal sein. Die Larven leben auf dem Grund sauberer Bäche.


 





Familie Haarmücken (Bibionidae)


 






Bibio marci


 

 
Bibio marci Märzfliege
Bibio marci Märzfliege

07. 05. 12
Bibio marci
Weibchen


 

07. 05. 12
Bibio marci
Weibchen


 


 

Bibio marci, die Märzfliege, sieht, wie ihr deutscher Name schon sagt, eher einer Fliege als einer Mücke ähnlich. Die fast überall häufigen, manchmal in Massen auftretenden Tiere werden etwa 1 cm lang. In der Flugzeit von März - Mai sieht man sie oft in größeren Schwärmen um Büsche oder Hecken fliegen, und auch die Larven leben gesellig, oft in größeren Ansammlungen, im Boden. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hauptsächlich von Nektar und Pflanzensäften, die Larven von vermoderndem Pflanzenmaterial.


 





Familie Raubfliegen (Asilidae)


 





 

Weltweit sind etwa 7000 Raubfliegenarten bekannt. In Deutschland ist die Sache etwas übersichtlicher: 81 Arten sind hier bislang beschrieben worden. Der Name "Raubfliege" leitet sich aus der Art ihres Nahrungserwerbs ab: die Beute - meist andere Insekten - wird von den gut sehenden Fliegen aktiv gejagt, vornehmlich in der Luft. Auch die Larven leben räuberisch und ernähren sich von anderen Insektenlarven.
Da zur Beute der Raubfliegen vorwiegend pflanzenfressende Insekten gehören, zählt man sie zu den Nützlingen.


 






Choerades sp.


 

 
Choerades Raubfliege

12. 08. 09
Choerades sp.
(det. Danny Wolff)


 


 

Die Raubfliegen der Gattung Choerades werden 1 - 2 cm lang. Vom Foto her sind die einzelnen Arten nur schwer zu unterscheiden. Sie ähneln sehr den Schwebfliegen der Gattung Xylota.


 






Choerades cf. fimbriata


 

 
Choerades fimbriata
Choerades fimbriata
Choerades fimbriata

07. 08. 12
Choerades cf. fimbriata
(det. Danny Wolff)


 

07. 08. 12
Choerades cf. fimbriata
(det. Danny Wolff)


 

07. 08. 12
Choerades cf. fimbriata
(det. Danny Wolff)


 
 
Choerades fimbriata
Choerades fimbriata
Choerades fimbriata

08. 09. 15
Choerades cf. fimbriata
(conf. Quaedfliegh auf diptera.info)


 

07. 08. 12
Choerades cf. fimbriata
(det. Danny Wolff)


 

07. 08. 12
Choerades cf. fimbriata
(det. Danny Wolff)


 


 

Choerades fimbriata wird 1 bis knapp 2 cm lang und ist in Deutschland allgemein nicht selten.


 






Gelbe Mordfliege (Laphria flava)


 

 
Laphria flava Gelbe Mordfliege Raubfliege
Laphria flava Gelbe Mordfliege Raubfliege
Laphria flava Gelbe Mordfliege Raubfliege

25. 04. 09
Gelbe Mordfliege
(Laphria flava)
(conf. Danny Wolff)


 

03. 05. 11
Gelbe Mordfliege
(Laphria flava)


 

03. 05. 11
Gelbe Mordfliege
(Laphria flava)


 


 

Laphria flava, die Gelbe Mordfliege (fürchterlicher Name) gehört zu den größten Raubfliegen und kann bis zu 2,5 cm lang werden; es gibt allerdings auch "Zwerge" mit Längen von nur gut 1 cm. Die hummelähnliche Raubfliege jagt in der Luft Insekten bis zur eigenen Größe und saugt sie aus. Die Larven leben an moderndem Holz und ernähren sich räuberisch von Insektenlarven.


 





Familie Hummelschweber (Bombyliidae)


 






Hummelschweber (Bombylius sp.)


 

 
Hummelschweber Bombylius


08. 04. 06
Hummelschweber
(Bombylius sp.)


 


05. 04. 05
Hummelschweber
(Bombylius sp., verm. discolor)
(det. Martin Adler)


 


 

 


 






Großer Hummelschweber (Bombylius major)


 

 
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber


26. 04. 15
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 


26. 04. 15
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 


26. 04. 15
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 
 
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber
Großer Hummelschweber Bombylius major Wollschweber


16. 04. 10
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 


16. 04. 10
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 


16. 04. 10
Großer Hummelschweber
(Bombylius major)


 


 

Selten sieht man die schwer bestimmbaren Hummelschweber sitzen, meist stehen sie wie ein Kolibri vor Blüten. Ihre Eier legen sie bei Wildbienennestern ab, in denen die Larven parasitieren.


 






Trauerschweber (Hemipenthes morio)


 

 
Trauerschweber Hemipenthes morio Wollschweber
Trauerschweber Hemipenthes morio Wollschweber


03. 05. 07
Trauerschweber
(Hemipenthes morio)
(det. Martin Adler, Margarita Auer)


 


24. 05. 08
Trauerschweber
(Hemipenthes morio)


 


 

Der Trauerschweber Hemipenthes morio hat eine Spannweite von ca. 1 cm und ist hier am Stux recht häufig. Die Art ist ein sogenannter Hyperparasit: die Larven leben in den Larven von Raupenfliegen, die wiederum in Schmetterlingsraupen parasitieren.


 






Villa hottentotta


 

 
Villa hottentotta Hummelschweber Wollschweber


16. 06. 07
Villa hottentotta


 


 

Villa hottentotta - die Art heisst wirklich so - wird etwa 15 mm lang und ist hier nur vereinzelt zu finden. Die Larvenleben parasitisch in Eulenraupen, selten auch in anderen Schmetterlingsraupen.


 





Familie Tanzfliegen (Empididae)


 





 

Von den weltweit etwa 2500 Arten der Tanzfliegen (Empididae) kommen content="a. 260 in Deutschland vor. ähnlich wie die Raubfliegen (Asilidae) leben sie vorwiegend von tierischer Nahrung, meist Insekten, die im Flug ergriffen und ausgesaugt wird. Einige wenige Gattungen saugen an Blüten Nektar.


 






Empis sp.


 

 
Empis tesselata Tanzfliege
Empis tesselata Tanzfliege

09. 05. 09
Empis sp., verm. tesselata
(det. Frank Marquard)


 

26. 04. 14
Empis tesselata
(det. Paul Beuk)


 


 


Die Tanzfliege Emois tesselata ist eine häufige Art in ganz Europa. Sie wird etwa 1 cm lang.




Familie Buckeltanzfliegen (Hybotidae)


 





Hybos species


 

 
Hybos species

25. 08. 15
Hybos sp.
(det. Jeremyr auf diptera.info)


 

Die Buckeltanzfliegen der Gattung Hybos werden max. 0,5 cm lang. Sie ernähren sich vorwiegend räuberisch.



Familie Kugelfliegen (Acroceridae)


 





 


Weltweit gibt es über 500 Arten der Kugelfliegen, die auch Spinnenfliegen genannt werden; davon kommen aber nur 8 in Deutschland vor; die Gruppe scheint also ziemlich überschaubar zu sein. Dennoch ist die Unterscheidung der einzelnen Arten schwierig. Dei Larven leben parasitär in Spinnen. Alle in Deutschland lebenden Arten sind selten.






Acrocera cf. orbiculus


 

 
Acrocera orbiculus Kugelfliege Spinnenfliege
Acrocera orbiculus Kugelfliege Spinnenfliege

19. 06. 11
Acrocera cf. orbiculuc
(det. Jorge Motalmeida)


 

19. 06. 11
Acrocera cf. orbiculuc
(det. Jorge Motalmeida)


 


 

Acrocera orbiculus wird knapp 0,5 cm lang. Das obige Tier ist bislang ein Einzelfund.


 





Familie Waffenfliegen (Stratiomyidae)


 





 

In Deutschland gibt es etwa 65 Arten Waffenfliegen. Die Größe der meisten Arten liegt zwischen 0,5 und 1 cm, viele Arten sind auffällig, einige metallisch, gefärbt. Der Name "Waffenfliegen" leitet sich von Dornen ab, die am Schildchen, der Brustbedeckung, nach hinten reichen und an Waffen erinnern (und nicht, wie man häufig liest, daß die Farben der Fliegen an alte Uniformen erinnern, dat is Kokolores). Der Zweck dieser Dornen ist nicht bekannt, als Waffen werden sie nicht eingesetzt.


 






Chloromyia formosa


 

 
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege


18. 05. 08
Chloromyia formosa


 


18. 05. 08
Chloromyia formosa


 


19. 05. 15
Chloromyia formosa
Aufnahme:
 

 
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege
Chloromyia formosa Waffenfliege Fliege


05. 06. 16
Chloromyia formosa


 


05. 06. 16
Chloromyia formosa


 


12. 06. 16
Chloromyia formosa


 


 

Die 7 - 8 mm groß werdende Chloromyia formosa ist hier eine häufige Waffenfliege, die oft auf Blüten anzutreffen ist. Die Larven leben von verrottendem Pflanzenmaterial und überwintern.


 






Clitellaria ephippium


 

 
Clitellaria ephippium Waffenfliege
Clitellaria ephippium Waffenfliege
Clitellaria ephippium Waffenfliege


24. 05. 06
Clitellaria ephippium
(det. Claus Weisenböhler,
Gisela Merkel-Wallner)


 


27. 06. 13
Clitellaria ephippium


 


27. 06. 13
Clitellaria ephippium


 
 
Clitellaria ephippium Waffenfliege
Clitellaria ephippium Waffenfliege
Clitellaria ephippium Waffenfliege


27. 06. 13
Clitellaria ephippium


 


27. 06. 13
Clitellaria ephippium


 


27. 06. 13
Clitellaria ephippium


 


 

Clitellaria ephippium ist eine Besonderheit, denn sie ist eine echte Rarität. In der Roten Liste wird sie bislang nur in Bayern geführt, da sie andernorts praktisch nicht vorkommt - und dort steht sie unter "1" - also "vom Aussterben bedroht". Die Larven der Fliege, die gut 1 cm lang wird, entwickeln sich in den Bauten der in Eichen beheimateten Ameise Lasius fuliginosus.


 






Oxycera leonina


 

 
Oxycera leonina Waffenfliegen
Oxycera leonina Waffenfliegen
Oxycera leonina Waffenfliegen

16. 07. 11
Oxycera leonina
(det. Andreas Haselböck)


 

16. 07. 11
Oxycera leonina
(det. Andreas Haselböck)


 

16. 07. 11
Oxycera leonina
(det. Andreas Haselböck)


 


 

Oxycera leonina wird gut 05, cm lang und ist allgemein eine eher rare Art. Mehr konnte ich bislang nicht über sie herausfinden.


 





Familie Schnepfenfliegen (Rhagionidae)


 





 

Die Familie der Schnepfenfliegen (Rhagionidae) ist laut Wikipedia in Deutschland mit 35 (weltweit 500) Arten vertreten. Die Fliegen leben meist räuberisch von anderen Insekten, einige Arten nehmen auch Pflanzensäfte oder Honigtau zu sich. Eine Gattung (Symphoromyia) saugt Blut von Säugetieren. Die Larven leben ebenfalls räuberisch am und im Boden, in zerstzenden Pflanzenteilen, unter Rinde etc.





Chrysopilus laetus


 

 
Chrysopilus laetus
Chrysopilus laetus
Chrysopilus laetus

10. 07. 15
Chrysopilus laetus
(det. Paul Beuk)

10. 07. 15
Chrysopilus laetus
(det. Paul Beuk)

10. 07. 15
Chrysopilus laetus
(det. Paul Beuk)


 

Chrysopilus laetus wird knapp 1 cm lang und ist eine recht seltene Art.





Rhagio lineola


 

 
Rhagio lineola
Rhagio lineola
Rhagio lineola

14. 07. 16
Rhagio lineola
(det. Theo Zeegers)

14. 07. 16
Rhagio lineola
(det. Theo Zeegers)

14. 07. 16
Rhagio lineola
(det. Theo Zeegers)


 

Rhagio lineola mirt einer Länge von knapp 1 cm die kleinste Schnepfenfliege. Die Fliegen, die sich räuberisch von anderen Insekten ernähren, sind recht häufig von Mai – September in den unterschiedlichsten Biotopen zu finden.





Familie Bremsen (Tabanidae)


 






Tabanus sudeticus


 

 
Tabanus sudeticus Bremse Rinderbremse
Tabanus sudeticus Bremse Rinderbremse
Tabanus sudeticus Bremse Rinderbremse

Sommer 2006
Tabanus cf. sudeticus


 

06. 08. 09
Tabanus cf. sudeticus
(det. Eva Knon)


 

06. 08. 09
Tabanus cf. sudeticus
(det. Eva Knon)


 


 

Tabanus sudeticus ist die größte Bremsenart in Mitteleuropa, sie kann bis zu 2,5 cm lang werden. Während die Männchen harmlos von Pflanzensäften leben, benötigen die Weibchen Blut zur Reifung der Eier. Dazu werden größere Säugetiere wie Pferde oder Rinder gestochen.
Tabanus sudeticus ist hier nur vereinzelt zu finden.


 





Familie Dickkopffliegen (Conopidae)


 





 

In Deutschland gibt es knapp 50 Arten Dickkopf- oder Blasenkopffliegen. Am größten ist die Artenzahl in trocken-warmen Biotopen. Während die erwachsenen Fliegen sich als eifrige Blütenbesucher von Pollen und Nektar ernähren, leben die Larven parasitär in Hummeln, Bienen oder Wespen, selten auch in Heuschrecken. Die Fliegen heften die Eier im Flug an Insekten, die Larven entwickeln sich in dem Wirtstier, in dessen abgestorbenen Körper anschleißend die Puppe überwintert. Die Puppenhülle wird im Frühjahr mit Hilfe einer aufblasbaren Stirnblase gesprengt (daher der Name).





Conops flavipes


 

 
Conops flavipes Dickkopffliege Blasenkopffliege
Conops flavipes Dickkopffliege Blasenkopffliege

07. 08. 06
Conops flavipes
(det. Jürgen Peters)

07. 08. 06
Conops flavipes


 

Conops flavipes ist eine unserer häufigsten Blasenkopffliegen. Von der ähnlichen Conops quadrifasciatus unterscheidet sie sich u. a. durch die nur schmalen gelben Streifen, die bei quadrifasciatus wesentlich breiter sind. Die Larven parasitieren in Erdhummeln.





Conops quadrifasciatus


 

 

04. 09. 04
Conops quadrifasciatus
(det. Wolfgang Rutkies)
12 mm


 

Auch Conops quadrifasciatus ist auf den Wiesen am Stux regelmäßig zu finden. Die reifen Exemplare fliegen von Juni - September, die Larven schmarotzen in Hummeln.





Physocephala rufipes


 

 
Physocephala rufipes
Physocephala rufipes
Physocephala rufipes

22. 06. 12
Physocephala rufipes
(det. Jürgen Peters)

22. 06. 12
Physocephala rufipes
(det. Jürgen Peters)

22. 06. 12
Physocephala rufipes
(det. Jürgen Peters)

 
Physocephala rufipes
Physocephala rufipes
Physocephala rufipes

24. 06. 15
Physocephala rufipes
(det. Ectemnius auf diptera.info)

24. 06. 15
Physocephala rufipes
(det. Ectemnius auf diptera.info)

24. 06. 15
Physocephala rufipes
(det. Ectemnius auf diptera.info)


 

Physocephala rufipes wird zwischen 1 und 1,5 cm lang und fliegt von Mai - August. Während die erwachsenen Tiere sich von Nektar und Blütenstaub ernähren, sollen die Larven in Hummeln (und anderen Stechimmen?) schmarotzen.





Sicus ferrugineus


 

 
Sicus ferrugineus Dickkopffliege Blasenkopffliege
Sicus ferrugineus Dickkopffliege Blasenkopffliege
Sicus ferrugineus Dickkopffliege Blasenkopffliege

01. 07. 07
Sicus ferrugineus

19. 05. 15
Sicus ferrugineus

19. 06. 10
Sicus ferrugineus


 

Sicus ferrugineus kann gut 1 cm lang werden und ist allgemein von Juni - September häufig anzutreffen. Zur Fortpflanzung heften die Weibchen im Flug ein oder mehrere Eier an eine vorbeifliegende Hummel, die das Ei unbemerkt mit in ihr Nest schleppt. Dort lebt die geschlüpfte Larve von den Vorräten und Larven des Hummelvolks.





Familie Zitterfliegen (Pallopteridae)





 

Die Familie der Zitterfliegen (Pallopteridae) ist nur eine kleine Zweiflügler-Familie, von der in Deutschland 15 Arten vorkommen sollen. Die kleinen Fliegen, die um die 5 mm lang werden können, ähneln deb Bohrfliegen (Tephritidae), ihre Larven leben aber meist räuberisch unter der Rinde von Bäumen, wo sie sich unter anderem von Borkenkäfern und deren Larven ernähren.





Palloptera muliebris


 

 
Palloptera muliebris
Palloptera muliebris
Palloptera muliebris

09. 11. 15
Palloptera muliebris
(det. Menno Reemer)

09. 11. 15
Palloptera muliebris
(det. Menno Reemer)

09. 11. 15
Palloptera muliebris
(det. Menno Reemer)


 

Palloptera muliebris wird etwa 5 mm lang und fliegt von Mai - Oktober. Die allgemein nicht seltene Art ist eher in feuchteren Biotopen zu Hause. Insgesamt ist über die Art relativ wenig bekannt, die Larven scheinen unter Baumrinde zu leben und sich von Insekten und deren Larven zu ernähren.





Familie Lonchaeidae





 

Allgemeines

Weltweit soll es etwa 500 Lonchaeidae-Arten geben; dabei handelt es asich meist um kleine Fliegen. Viele Arten sind von wirtschaftlicher Bedeutung, da sie sich von den Larven diverser schädlicher Käfer, etwa dem Borkenkäfer, ernähren und somit zu den Nützlingen zählen.





Lonchaea sp.


 

 
Lonchaea Lonchaeidae
Lonchaea Lonchaeidae
Lonchaea Lonchaeidae

22. 03. 14
Lonchaea sp.
ca. 5 mm
(det.Iain Mac Gowan)

22. 03. 14
Lonchaea sp.
ca. 5 mm
(det.Iain Mac Gowan)

22. 03. 14
Lonchaea sp.
ca. 5 mm
(det.Iain Mac Gowan)


 

Die obige, ca. 5 mm große Lonchaea-Art schlüpfte aus im Winter eingetragenem, abgestorbenem Efeuholz. Da aus diesem Holz auch diverse Pochkäfer geschlüpft sind, deren Larven sich von dem Holz ernähren, liegt der Verdacht nahe, dass sich die Larven dieser Fliegenart von den Pochkäfer-Larven ernährt haben.



Familie Bohrfliegen (Tephritidae))





 

Bei den Bohrfliegen, auch Fruchtfliegen genannt, handelt es sich um eine Gruppe kleiner, maximal wenige Millimeter großer Fliegen. Ihren Namen haben sie von der Art ihrer Vermehrung: die Weibchen bohren Obst oder andere Pflanzenteile an und legen dort ihre Eier ab. Die ausschlüpfenden Larven ernähren sich dann von der Pflanze. Manche Arten können so schädlich werden.





Chaetorellia acrolophi


 

 
Chaetorellia acrolophi
Chaetorellia acrolophi
Chaetorellia acrolophi

15. 05. 13
Chaetorellia sp.,
verm. acrolophi
(det. saeed im Forum
von diptera.info

15. 05. 13
Chaetorellia sp.,
verm. acrolophi
(det. saeed im Forum
von diptera.info

15. 05. 13
Chaetorellia sp.,
verm. acrolophi
(det. saeed im Forum
von diptera.info


 

Chaetorellia acrolophi wird etwa 3 mm lang. Die Larven entwickeln sich in den Blütenköpfen von Flockenblumen- (Centaurea sp.) Arten; das obige Tier habe ich aus Blütenköpfen der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) gezogen.
In Amerika, wo einige Flockenblumen-Arten aus Europa eingeführt wurden und sich zum Teil invasiv vermehren, wird diese Art zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.





Chaetorellia jaceae


 

 
Chaetorellia jaceae
Chaetorellia jaceae

25. 05. 16
Chaetorellia cf. jaceae
(conf. Valery auf
diptera.info

25. 05. 16
Chaetorellia cf. jaceae
(conf. Valery auf
diptera.info


 

Chaetorellia jaceae wird max. 4 mm lang und ist allgemein nicht selten. Die Tiere fliegen offenbar in 2 Generationen von Mai - August, die Larven leben in den Blütenknospen von Kratzdisteln (Cirsium sp.).





Goniglossum wiedemanni


 

 
Gallfliege Goniglossum wiedemanni

15. 05. 07
Goniglossum wiedemanni
(det. Jürgen Peters, John Smit)


 

Goniglossum wiedemanni ist eine kleine Gallfliege von knapp 3 mm Länge. Die Wirtspflanze ist die Zaunrübe Bryonia dioica, auf der das Bild vom 15. 05. entstanden ist.





Icterica westermanni


 

 
Bohrfliege Icterica westermanni
Bohrfliege Icterica westermanni
Bohrfliege Icterica westermanni

04. 08. 06
Icterica westermanni
(det. Martin Adler)

21. 08. 06
Icterica westermanni
(conf. John Smit, Utrecht)

21. 08. 06
Icterica westermanni
(conf. John Smit, Utrecht)

 
Bohrfliege, Icterica westermanni
Bohrfliege, Icterica westermanni

01. 07. 12
Icterica westermanni

01. 07. 12
Icterica westermanni


 

Icterica westermanni ist eine recht seltene Bohrfliegenart. Die Larven leben in den Blütenböden von Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) bzw. Rauken-Greiskraut (Senecio errucifolis).





Noeeta species


 

 
Noeeta pupillata
Noeeta pupillata
Noeeta pupillata

28. 08. 16
Noeeta species
(conf. Nosferatumyia
auf diptera.com)

28. 08. 16
Noeeta species
(conf. Nosferatumyia
auf diptera.com)

28. 08. 16
Noeeta species
(conf. Nosferatumyia
auf diptera.com)


 

In Europa gibt es insgesamt 5 Noeeta-Arten, von denen 2 - N. crepidis und N. pupillata - auch in Deutschland vorkommen (Quelle: Fauna europaea). Vom Foto her sind die einzelnen Arten nur schwer voneinander zu unterscheiden. Die häufigste und auch hier wahrscheinlichste Art ist N. pupillata, deren Larven in den Blüten von Habichtskraut (Hieracium) leben sollen.





Tephritis hyoscyami


 

 
Tephritis hyoscyami
Tephritis hyoscyami

18. 05. 13
Tephritis hyoscyami
(det. saeed im Forum
von diptera.info

18. 05. 13
Tephritis hyoscyami
(det. saeed im Forum
von diptera.info


 

Tephritis hyoscyami, die graue Distelbohrfliege, hat mit einer Länge von etwa 3 mm die übliche Bohrfliegen-Größe. Die Larven leben in Disteln.





Urophora stylata


 

 
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege, Fruchtfliege
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege Fruchtfliege
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege Fruchtfliege

10. 06. 09
Urophora stylata
(conf. Michael Becker)

10. 06. 09
Urophora stylata
(conf. Michael Becker)

10. 06. 09
Urophora stylata
(conf. Michael Becker)

 
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege Fruchtfliege
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege Fruchtfliege
Urophora stylata Bohrfliege Gallfliege Fruchtfliege

01. 07. 12
Urophora stylata

01. 07. 12
Urophora stylata

01. 07. 12
Urophora stylata


 

Urophora stylata wird etwa 4 mm lang. Die meist häufigen Tiere fliegen von Juni - August, die Larven entwickeln sich in den Knospen von Disteln.






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